Erstmals Flächen im Industriepark mieten

Produktionshallen und Büroräume / Bereits Interessenten

17.07.2012

Die Stadtentwicklungsgesellschaft möchte weitere Firmen in den Industriepark Nord. Westfalen holen. Die Vermietung von weiteren Produktions- und Büroflächen auf der Hertzstraße ist in der Projektierung, betont Helmut Sunderhaus von der Gesellschaft. „Das heißt, wir versuchen durch Werbebanner und das Internet potenzielle Mieter für die Räumlichkeiten zu finden.“ Dabei handelt es sich um eine Sport- sowie um eine Ausbildungshalle mit einer Gesamtfläche von 2280 Quadratmetern.

COESFELD. Bereits zu Kasernenzeiten ist die Halle, die zur Straße hin steht, in eine Industriehalle umgebaut worden“, informiert Annette Görlich von der Gesellschaft. „Rolltore sind schon installiert, so dass Lkw Ware anliefern und abholen können“, geht sie ins Detail. „Es ist auch möglich, aus dieser Halle zwei zu schaffen“, fügt Helmut Sunderhaus hinzu.

Dahinter befinden sich drei Kfz-Pflege-Hallen mit insgesamt 360 Quadratmetern Fläche, die die Firmen zur Produktion oder zur Lagerung von Waren nutzen könnten. Im rechten Winkel zu diesen Gebäuden ist zu Kasernenzeiten ein 960 Quadratmeter großes Schulungsgebäude gebaut worden – potenzielle Büroflächen. Davor sollen Stellplätze für Pkw eingerichtet werden. Daneben gibt es eine Halle mit einer Fläche von weiteren 100 Quadratmetern. Mehrere Firmen sollen sich auf dem Gelände ansiedeln. „Für viele ist der Industriepark ein attraktiver Standort, weil eine Produktion rund um die Uhr möglich ist“, kennt Sunderhaus die Vorteile.

Doch wenn es zur Realisierung dieser Idee kommt, steht erst noch eine komplette Sanierung an – die Wünsche potenzieller Mieter könnten dabei jetzt noch berücksichtigt werden, so Annette Görlich. Die Räumlichkeiten sollen auf den neuesten Stand gebracht werden. In der ehemaligen Sporthalle würden ebenfalls Rolltore eingebaut und neuer Boden verlegt werden. Die Grundsubstanz der Gebäude sei in gutem Zustand.

Interessenten gebe es schon. „Verträge sind aber noch nicht unterschrieben worden“, sagt Sunderhaus. Ebenso gibt es das konkrete Angebot eines Käufers der gesamten Fläche mit allen Gebäuden, der noch ungenannt bleibt. „Ist die Projektierung erfolgreich, sprich, gibt es einen Grundstock an potenziellen Mietern, auf dem man aufbauen kann, dann holen wir diese dritte Person ins Boot, um ihr den Erfolg auch zu garantieren“, erklärt Helmut Sunderhaus. 2013 soll die Vermietung dann realisiert werden.

Produzierende Betriebe bevorzugt die Immobiliengesellschaft bei ihrer Auswahl: „Wir möchten, dass durch die Vermietung neue Arbeitsplätze geschaffen werden, neue Menschen nach Coesfeld ziehen“, nennt Sunderhaus die Intention. Denn das sei im Endeffekt ein enormer Mehrwert für die Stadt.

Keinesfalls werde jeder Interessent genommen, damit das Projekt realisiert werde. „Was wir definitiv nicht möchten, ist, dass Menschen beispielsweise ihre Ware für ein Jahr lagern und sich dann nicht mehr blicken lassen. Es soll ein kontinuierlicher Umschlag der Produkte stattfinden.“

Eine weitere Bedingung stellt die Stadtentwicklungsgesellschaft an ihre Mieter: „Diejenigen, die Hallenfläche mieten, müssen auch Büro-Räumlichkeiten dazunehmen“, informiert Helmut Sunderhaus. Das hänge mit dem Verhältnis von Hallen- und Bürokapazitäten zusammen. Büroflächen seien auch unabhängig von den Hallen mietbar. „Der Nutzer-Mix macht diese Vermietungsidee einfach aus“, so Sunderhaus. Das Modell stamme aus den Niederlanden. „Da gibt es beispielsweise in den Büro-Gebäuden einen Besprechungsraum für alle Firmen oder eine gemeinsame Sekretärin. Das spart Kosten für alle“, nennt er eine mögliche Zukunftsperspektive.

Von Lisa Oennning

Foto: Lisa Oenning

Quelle: Allgemeine Zeitung vom 17.07.2012 - Zum Online-Artikel

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