Tag der offenen Tür im Industriepark Nord.Westfalen

Das 67 Hektar große Areal wurde am ersten Juliwochenende 2012 zur Festspielwiese mit attraktivem Kultur- und Freizeitprogramm

07.07.2012

COESFELD. Tausende Besucher haben am Wochenende die Tage der offenen Tür im Industriepark Nord.Westfalen genutzt.

Ehemalige Soldaten, Eltern mit Kindern, Seniorinnen und Senioren haben per Shuttlebus oder auf dem Fahrrad das 67 Hektar große Gelände erkundet. War es am Samstag zur Eröffnung um 12 Uhr (s. Fotos) sonnig und trocken, schreckten auch die anhaltenden Regenschauer am Sonntag die Menschen nicht ab: Sie kamen bewaffnet mit Regencape und Gummistiefeln. Belohnt wurden sie mit einzigartigen Einblicken.

Moderne Produktion und einzigartiger Naturschutz gehen hier schließlich Hand in Hand. „Was landläufig tor minals Gegensatz begriffen wird, greift hier ineinander und wird als Chance zur gemeinsamen Entwicklung verstanden“, erklärt Annette Görlich. „Links grasen Schafe im eingezäunten Ausgleichsgebiet für den Arten- und Naturschutz, rechts entwickeln NETGO und opwoco moderne IT- und Softwarelösungen“, erklärt die Mitarbeiterin der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG).

Gemeinsam mit Stadt-Wirtschaftsförderer Helmut Sunderhaus hat sie mit den Unternehmern der IPNW-Gewerbefamilie, der Musiklandschaft Westfalen und den Interkulturellen Begegnungsprojekten – IBP- die Tage der offenen Tür organisiert.

Wer hier früher gedient hat, muss überlegen, wo welches Kompaniegebäude stand. Heute erstrecken sich gelbe Sandzonen durchzogen von neu gebauten Straßen und Wegweisern über das Gelände. Im Süden präsentierten die angesiedelten elf Unternehmen ihre Produkte.

Zum Beispiel die Sonnen- und Lichtschutztechniken von Lameko. Die BeCoe lud zu Hubsteigerfahrten ein. Besucher erfuhren hautnah, wie Carpentum Oldtimer restauriert oder bei opwoco mobile Apps entwickelt werden. Wo einst die Kläranlage stand, produziert eine Biogasanlage Energie. Nebenan veredeln die Metallbaubetriebe Friedrich und Gossens Metallträger zu Carports, Industriehallen oder Balkonen. Segwayfahrten, Rennsimulator oder das Schießkino begeisterten Jung und Alt ebenso wie die gut gelaunten Bands, die mit Swing und Jazzrhythmen die Gäste unterhielten.

info opwoco minEindruck machten die zwei „Animal Inns“: Zwei ehemalige Mannschaftsgebäude, die nicht für die industrielle Nachnutzung tauglich waren und jetzt entkernt als Artenschutzhäuser dienen. „Die Gebäude wurden so präpariert, dass Schwalben, Fledermäuse und Gartenrotschwanzgünstige Lebensbedingungen vorfinden“, erklärt Annette Görlich. Durften die Besucher das eingezäunte Naturschutzgelände nicht betreten, so erfuhren sie an Schautafeln und per Film konkret, wie die „Grüne Mitte“ für viele Tiere zur Heimat wird.

Höhepunkt des Wochenendes bildete das Galakonzert in Kooperation mit der Musiklandschaft Westfalen. Die Neue Philharmonie Westfalen präsentierte am warmen Sommerabend „Träume auf der Wolga“, gefolgt von grandiosen Farbspielen der Wasserorgel. „Als Festspielgelände hat sich der Industriepark ebenso bewährt wie als hochwertige Produktions- und Naturschutzstätte“, zieht Annette Görlich ein positives Fazit.

Drei Unternehmen, die in Kürze bauen bzw. einziehen sind schon auf dem Steck-Wegweiser-System aufgeführt: die Druckerei Edeler und Metallbauer Gossens GmbH. Die Stadtentwicklungsgesellschaft ist optimistisch, die Vermarktung weiter so rasch vorantreiben zu können.

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