Vielleicht eine Idee für die Wache

Stadtentwicklungsgesellschaft und Revitaplan wollen voneinander lernen / Besuch im Industriepark

Sehen den Industriepark als positives Praxisbeispiel: Carissa Champlin (Uni Twente), Katharina Kroll (ISFM GmbH), Prof. Torben Bernhold (FH Münster), Annette Görlich (SEG), Dr. Timo Hartmann, (Uni Twente) und Helmut Sunderhaus (Stadt).

25.09.2012

COESFELD. Voneinander lernen wollen Revitaplan und die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). Revitaplan, geleitet von Axis Media-Ontwerpers aus den Niederlanden zusammen mit der Universität Twente und der Fachhochschule Münster, unterstützt deutsche und niederländische Kommunen im Grenzgebiet dabei, bereits bebaute Flächen für Gewerbe oder Industrie zu revitalisieren. „Wir entwickeln wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen - und zwar im Dialog mit den Kommunen“, so Prof. Dr. Torben Bernhold von der FH Münster laut Pressebericht.

Coesfeld sei mit der Entwicklung der ehemaligen Kasernenflächen zum Industriepark Nord.Westfalen  schon weit fortgeschritten, zeigte er sich beeindruckt bei der Fahrt über das  67 Hektar große Gelände. Statt 2000 Soldaten arbeiten hier nun schon 170 Mitarbeiter in elf Unternehmen. Die Fläche der Grünen Mitte war nicht vermarktbar wegen des Untergrundes und erfüllt nun die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleiche für Natur und Artenschutz.

Insbesondere die Nachhaltigkeit des Konzeptes interessiert die Experten. „Genau das ist die Hausforderung der nächsten Jahre. Es gibt weniger Freiflächen.“ So werde die Revitalisierung von bereits bebauten Gebieten – wie bei der ehemaligen Kaserne in Coesfeld der Fall – zur bestimmenden Projektform.

„Die zweite Herausforderung ist in der wachsenden Zahl der Beteiligten zu sehen“, erklärt Bernhold weiter. Auch das können Annette Görlich und Helmut Sunderhaus von der SEG bestätigen. Naturschutz, Altlasten, Energieversorgung, wachsende gesetzliche Anfordeungen: So wie viele Fragen zu lösen sind, gibt es viele Interessen und Beteiligte. Die Mitarbeiter von SEG und Stadt erhoffen sich von dem Euregio-Projekt Hinweise zum Umgang mit Sicherheitsfragen für das Gelände oder auch Ideen für die Nutzung der ehemaligen Wache im Eingangsbereich.

Partner in dem von der Euregio geförderten Projekt sind die Universität Twente, die Fachhochschule Münster, die ISFM-GmbH, Picture GmbH, Borger&Burghouts B.V., Frabebo B.V und Axis Media-Ontwerpers B.V. Am Ende sollen Prozessleitlinien für die wirtschaftliche Revitalisierung von Altflächen im Euregio-Gebiet praktische Unterstützung geben.

Foto: Stadt Coesfeld

Bildunterschrift: Sehen den Industriepark Nord. Westfalen als positives Praxisbeispiel: Carissa Champlin (Universität Twente), Katharina Kroll (ISFM GmbH), Prof. Torben Bernhold (Fachhochschule Münster), Annette Görlich (SEG), Dr. Timo Hartmann, Associate Professor (Universität Twente) und Helmut Sunderhaus (Stadt).

Quelle: Allgemeine Zeitung vom 25.09.2012

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